Nach 10 Jahren Betrieb eines Sozialen Netzwerkes hat man schon so einiges erlebt. Vor allem in rechtlicher Hinsicht. Und man kennt die wichtigsten Gesetze natürlich und hat auch ein Gefühl dafür, was rechtmäßig ist und was sich eher im rechtlich dunkleren Grauzonenbereich bewegen könnte.
Neulich im Briefkasten: Das Schreiben eines Anwalts. Eine stolze DIN-A 4 Seite lang. Nichts, was die körpereigenen Schweißdrüsen auch nur annähernd in überdurchschnittliche Aktivität versetzen würde. Der Inhalt im Kern: Man möge seiner Mandantin doch bitte bestätigen, dass der Account $xyz von Person $abc (die nicht die Mandantin ist) betrieben würde.
Ja nee. Is klar. Wir sind ja hier auch im Wunschkonzert und jeder darf über seinen Anwalt die Daten eines beliebigen Accounts bestätigen lassen… Datenschutz? Was ist das?
Der Anwalt gab beim Telefonat übrigens an, dass er das nicht so sehen würde, dass das Vorgehen gegen den Datenschutz verstoße….
Tags: Datenschutz, Rechtsanwalt
Ist das nicht eine Aufforderung zu einer Straftat?
Hm… so hatte ich das noch gar nicht betrachtet. Ein Brief an die Anwaltskammer könnte da für Unruhe sorgen. Aber eigentlich gibt es keinen Grund, dem Herrn Anwalt an den Karren zu fahren.